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30.08.2010, 11:47 Uhr
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Siebert kam auch ohne Bundestagsmandat nach Oberaula
Am Freitag war es soweit: Bernd Siebert, ehemaliger Abgeordneter für den Schwalm-Eder-Kreis im Deutschen Bundestag machte Station in Oberaula. Im Beisein einiger Mitglieder aus Fraktion und Vorstand der Christdemokraten begrüßte Vorsitzender Dieter Groß den langjährigen Abgeordneten in der Knüllgemeinde. Nach der Besichtigung der öffentlichen Toilette am Oberaulaer Marktplatz ging es zum Betriebsgelände von Karl Ickler, dessen Betrieb bereits seit 20 Jahren in Oberaula besteht. Das Mehrzweckfahrzeug hatte es Siebert besonders angetan, so dass er sofort auf dem Fahrersitz Platz nahm und sich vom „Bagger-Karl“ in die Handhabung einweisen ließ. Als nächstes informierte sich Siebert bei Toni Soller über dessen Tätigkeit als selbstständiger Berater für Vorsorge und Investment.
Anschließend ging es in den Vorraum, die Küche und den Thekenraum der vom Oberaulaer Ortsbeirat sanierten Gemeinschaftseinrichtung in der Mehrzweckhalle. Danach stand ein Gespräch mit dem stellvertretenden Jugendleiter, Klaus Völpert, vom jüngsten Verein Oberaulas, den Tischtennisfreunden (TTF) Knüll auf dem Programm. Siebert ließ sich von Völpert über die Arbeiten für den Vereinsraum im Gebäude der Mehrzweckhalle unterrichten. Aktuell haben die TTF mehr als 10 Mannschaften im Spielbetrieb, davon sind die Hälfte Schüler- und Jugendmannschaften. Ehrenamtlich unterstützt Völpert zudem den Sportunterricht in Oberaulas Schule am Katzbachtal.
Weiter ging es zu einer Stippvisite ins Rathaus, um dem seit 100 Tagen als Bürgermeister im Amt tätigen Klaus Wagner seine Aufwartung zu machen. Nach der Stärkung im Gasthaus „Zur Linde“ stand das Gelände am ehemaligen Bahnhof auf dem Programm, für das sich die CDU eine Nutzung als Rettungswache vorstellt. Die nach dem Gesetz vorgeschriebene 10-Minuten-Hilfsfrist ist für viele Ortsteile der Knüllgemeinde nicht einhaltbar, so dass die Christdemokraten die Forderung nach einer Rettungswache an den Schwalm-Eder-Kreis formuliert haben. Da die Einhaltung der Hilfsfrist auch ein Thema für einige Ortsteile von Ottrau, Breitenbach und Kirchheim ist, hofft die CDU, dass die Schaffung einer solchen Einrichtung in der Knüllgemeinde – auch kreisübergreifend - Aussicht auf Erfolg hat. Nächste Besuchsstation war das sanierte Betriebsgebäude am Oberaulaer Waldschwimmbad, von dessen Ausstattung sich Siebert besonders beeindruckt zeigte. Auch wenn noch einige Nachbesserungen am und im Gebäude notwendig und die Außenanlage noch zu gestalten sind, ist dies eine attraktive Freizeiteinrichtung für Einwohner und Gäste des Luftkurortes, wie Siebert feststellte.
Weitere Anlaufpunkte waren der neu geschaffene Radweg auf der ehemaligen Bahntrasse und der Besuch einiger Standorte für die am kommenden Wochenende stattfindende 850-Jahr-Feier von Hausen, so u. a. die Milchbank, an der kürzlich eine Werbespot gedreht wurde, der im Internet unter www.hausen-aulatal.de angesehen werden kann. Im Karl-Dippoldsmann-Haus waren zahlreiche Helfer damit beschäftigt, die Fotoausstellung vorzubereiten. Auch am Dorfplatz wurde eifrig gearbeitet, um die Fläche mit Unterstützung von Karl Ickler zu befestigen. Siebert dankte den ehrenamtlich Tätigen für ihr herausragendes Engagement.
Nächste Station der Besuchergruppe war der Lebens- und Arbeitskreis im Hausener Hofgut. Freifrau von Dörnberg führte die Gruppe durch einige Wohneinheiten, die alle mit einer Teeküche und einem eigenen Sanitärbereich ausgestattet sind. Außerdem wurden die Gemeinschaftsräume, die Holzwerkstatt und die Heizungsanlage besichtigt. Aktuell wird ein weiteres Haus mit einer neuen Holz-Heizung ausgestattet, um sich auch dort von fossilen Brennstoffen zu lösen.
Aufgrund der Absage des Heimspieles der TSG 1907 Oberaula e. V. gegen den SV Neuhof wegen Unbespielbarkeit des Platzes musste der Besuch des Gruppenliga-Spieles leider entfallen. Bei seinem Besuch im vergangenen Jahr hatte Siebert sich von der Leistungsfähigkeit der „Teichmann-Truppe“ beim Spiel gegen Ehrenberg überzeugen können, für das Siebert das Endergebnis mit 3 : 0 vorher gesagt hatte.
Zum Ende des Besuchstages äußerte CDU-Vorsitzender Dieter Groß den Wunsch, Bernd Siebert im nächsten Jahr zur 18. Info-Tour in Oberaula wieder als Bundestagsabgeordneten begrüßen zu können. Die Aussichten darauf stünden nicht schlecht, denn in Hessen steht in diesen Tagen eine Umbildung der Landesregierung an, wovon Siebert als erster Nachrücker für den Bundestag profitieren könnte. Bevor Bernd Siebert die Knüllgemeinde verließ, sagte er zu, auch im nächsten Jahr Oberaula im Rahmen seiner Sommerreise wieder zu besuchen.
20.10.2010, 12:58 Uhr |
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